Das Gehör des Hundes

Das Gehör des Hundes

Das Gehör des Hundes und auch die Anatomie des Hundeohres ähnelt stark dem des menschlichen Ohres. Es lässt sich in das Innen-, Mittel- und Außenohr einteilen. Allerdings gibt es hinsichtlich der Fähigkeiten des Gehörs zwei wesentliche Unterschiede:

  • Hunde sind in der Lage, selektiv zu hören. Dadurch können sie Geräusche bei Bedarf ausblenden. So können sie beispielsweise bei lauter Musik problemlos einschlafen. Das Öffnen der Wohnungstür lässt sie jedoch sofort erwachen.
  • Hunde können Frequenzen wahrnehmen, die für Menschen nicht mehr zu hören sind. Das Gehör des Hundes kann im Gegensatz zum Menschen eine Hundepfeife über eine weite Entfernung wahrnehmen. 

Jedes Geräusch besteht aus vielen einzelnen Frequenzen. Während ein vorbeifahrendes Auto tiefe Töne (z.B. Rollgeräusch) verursacht, macht es auch hohe Töne (wie z.B aneinander reibende Metallteile). Dabei hören wir Menschen die Geräusche in einem Frequenzbereich von 20 – 20.000 Hz. Hunde hingegen hören bereits ab einer Frequenz von 15 Hz (tiefe Töne) bis zum unglaublich hohen Frequenzbereich von 50.000 Hz (sehr hohe Töne). Somit nehmen sie Töne wahr, die wir nicht mehr wahrnehmen, obwohl sie noch da sind. Allerdings ist es für unsere Vierbeiner sehr unangenehm, solch hohen Töne zu hören – mit schmerzhaften Folgen für unseren vierbeinigen Freund. Werden während unser Lieblingssong läuft sehr hohe Töne auch noch extrem laut abgespielt, wird dies zu einer unangenehmen Qual für Deinen Hund. Achte daher darauf, Musik in normaler Zimmerlautstärke zu hören, wenn Dein Hund dabei ist.

Laute Geräusche und anhaltender Lärm können, wie bei Menschen auch, das Hörvermögen nachhaltig schädigen. Daher ist es wichtig, die Ohren des Hundes zu schützen. Grundsätzlich gilt daher, dass wenn der Hund bei Geräuschen (welcher Art auch immer) Vorsicht zu walten ist, wenn er sich winselt oder jankt. Schaffe Abhilfe, indem Du die Geräusche minimierst oder Deinen Vierbeiner herausbringst bzw. den Aufenthaltsort wechselst.

Der Gehörgang des Hundes weist einen rechtwinkligen Knick auf. Zudem ist dieser im Gegensatz zum Menschen verhältnismäßig lang. Im Ohr befinden sich bestimmte Drüsen, die Ohrenschmalz („Cerumen“) produzieren. Das Hundeohr kann sich unter normalen Umständen von selbst reinigen.

Übrigens: Hunde können im Gegensatz zu uns Menschen ihre Ohrmuschel bewegen, weshalb sie Geräuschquellen sehr viel präzisier orten können. Folge: Nur in 2 von 100 Fällen täuschen sie sich bei der Frage, woher das Geräusch kommt (beim Menschen hingegen bis zu 15 von 100 Fällen)

Was denkst Du?

Falls dich irgendwas von alldem anspricht, bist du herzlich eingeladen, uns auf Facebook zu adden und uns auf Instagram zu folgen. Uns würde sehr interessieren, ob Du einen Hund hast oder überlegst Dir einen zuzulegen. Wie funktioniert euer Alltag und woran müsst ihr noch arbeiten? Schreib uns einen Kommentar!


Weiterführende Links und Quellen

Bild von Luisella Planeta Leoni auf Pixabay 

Fachbeitrag bei platinum.com


Lese auch:

DIE Spürnase ►

 

 

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

neunzehn − elf =